15 | 12 | 2017
Wussten Sie schon?

daß die höchste Anzahl von Nebeltagen in Deutschland mit 330 Tagen 1958 auf dem Brocken im Harz beobachtet wurde?

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Erdbeben

seismic-3

in den letzten 24 Stunden

Anzahl

'

e-alarm-0-gr-farbe

0 - 6 Erdbeben,
Max-Stärke: < 6

e-alarm-1-gr-farbe

7 - 9 Erdbeben,
Max-Stärke: 6 - 6,5

e-alarm-2-gr-farbe

10 - 13 Erdbeben,
Max-Stärke: 6,6 - 7

e-alarm-3-gr-farbe

14 und mehr Erdbeben,
Max-Stärke: > 7


Erdbebenmonitor

letztes Beben:

'

'

stärkstes Beben:

'

Erdbeben gehören zu den gewaltigsten Naturkatastrophen, die uns bedrohen können. Ein Erdbeben kann spielend die Kraft einer Atombombe erreichen und allein in diesem Jahrhundert haben über 2 Millionen Menschen ihr Leben durch Erdbeben verloren. Die wirtschaftlichen Schäden durch Erdbeben kosten Milliarden.

 

Die Entstehung von Erdbeben.

Die meisten Erdbeben gehen von einem relativ eng umgrenzten Gebiet tief im Erdinneren aus. Diesen Bereich bezeichnet man als Bebenherd oder auch Hypozentrum. Das Epizentrum bezeichnet den Punkt auf der Erdoberfläche, der direkt über dem Hypozentrum liegt.

In der Vorzeit bestand die Erdkruste aus einer einheitlichen Schicht und bildete den Urkontinent Pangäa. Dieser teilte sich durch plattentektonische Vorgänge während des Mesozoikums (-251 Millionen Jahre bis -65,5 Millionen Jahre) in verschiedene Teilkontinente aus denen sich dann im Laufe der Zeit die heute bekannten Kontinente gebildet haben.

Bis heute bewegen sich diese Platten und bauen an den Rändern gewaltige Spannungen auf, die sich in unregelmäßigen Abständen in Form von Erdbeben abbauen. An den Plattenränder treten auch verhäuft aktive Vulkane auf. Diese Randzonen werden auch als Feuergürtel der Erde bezeichnet.

 

Es gibt unterschiedlichen Arten von Erdbeben. Am häufigsten kommt es mit ca. 90% zu sog. tektonischen Beben, die ihren Ursprung im Aneinanderreiben der Kontinentalplatten haben. Mit ca. 7% folgen Erdbeben, die ihren Ursprung in Vulkanaktivitäten haben und das Schlußlicht - mit 3% Anteil - bilden Beben, die durch den Einsturz von unterirdischen Hohlräumen entstehen.

Je nach Tiefe des Bebenherdes unterscheidet man Flach-, Mittel- und Tiefbeben. Am häufigsten kommt es zu Flachbeben (Tiefe ca. 0 - 70 Kilometer), gefolgt von Mittelbeben (Tiefe ca. 71 - 300 Kilometern) und Tiefbeben in einer Tiefe von bis zu 700 Kilometern.

 

Die Ursache für Tiefbau ist aber noch eindeutig geklärt. Vermutlich entstehen sie durch eine plötzliche Volumenänderung im sog. “plutonischem” Tiefengestein.

 

Erdbeben im deutschen Raum.

Obwohl Erdbeben im deutschen Raum selten sind, gehören die Schwäbische Alb, die Niederrheinische Bucht und der Oberrheingraben zu den erdbebengefährdeten Gebieten. Wirklich schwere Beben sind nur aus dem Mittelalter überliefert und es ist heute schwer Angaben über die Stärke, das Epizentrum des Beben und die Anzahl der Opfer zu machen.

 

Um 1640 fand bei Düren ein schweres Beben statt, daß noch im knapp 40 Kilometer entfernten Köln Schornsteine zum Einsturz brachte. Am 18.02.1757 suchte ein weiteres Beben Düren heim, dessen Auswirkung noch in London, Halle und Straßburg gespürt wurden. In Folge dieses Bebens stürzten in Aachen einige Häuser und Schornsteine ein, die Stadtmauer von Düren bekam grße Risse und die Stadtmauer von Münstereifel wurde an zwei Stellen zusammen mit einem Turm zerstört.

 

Weitere größere Beben fanden 1873 und 1877 im Aachener Raum und im Düsseldorfer Raum statt. Das letzte schwere Beben mit Schäden fand am 13.04.1992 im niederländischen Roermond statt. Mit einer Stärke von 5,9 lag das Epizentrum 4 km südlich von Roermond und die Auswirkungen waren noch in Berlin, München und London zu spüren. Durch herabfallende Ziegel wurden mehr als 30 Personen verletzt. Zu den größten Schäden kam es im deutschen Bergbaugebiet des Heinzberger Raums in den Ortschaften Dremmen und Oberbruch. Der Schaden in Deutschland und Holland belief sich auf knapp 300 Millionen Euro.

 

Übersicht Nahbeben:

 

Die zehn schwersten Beben der Neuzeit

Datum

Ort

Stärke

Ausmaß

22.05.1960

Chile

9,5

5.700 Tote; Puerto Saavedra wurde komplett zerstört; in Puerto Montt wurde 90% aller Gebäude zerstört, in Angol 82%, in Los Ngeles 70%, in Talcahiano 65% und in Valdivia 40% aller Gebäude

26.12.2004

Indischer Ozean

9,3

a. 228.000 Todesopfer und über 110.000 Verletzte; 1.7 Millionen Obdachlose

28.03.1964

Price William Sound, Alaska

9,2

n diesem dünn besiedelten Gebiet waren nur 125 Tote zu beklagen, wobei alleine 100 Todesopfer auf das Konto der folgenden Flutwelle ging. Selbst das 120 Kilometer entfernt liegende Anchorage wurde stark in Mitleiderschaft gezogen. Gebiete, die dichter am Epizentrum lagen, wurden teilweise auf Schlag um 15 Meter angehoben oder abgesenkt.

09.03.1957

Andreanof Island, Alaska

9,1

Durch dieses Beben wurden die zwei Brücken auf Adak Island zerstört. Der Vulkan Vsevidof brach nach 200 Jahren Ruhe aus. Das Beben löste eine 15 Meter hohe Flutwelle aus, die Scotch Cap überrollte und eine weitere, 8 Meter hohe Flutwelle, zerstöre viele Gebäude in der Sand Bay. Die Flutwellen erreichten Hawaii, wo sie 2 Dörfer zerstörten und Schäden von 5 Millionen USD hinterließen. Mehr als 300 Nachbeben wurden registriert.

04.11.1952

Kamtschatka, Rußland

9,0

Die durch das Beben ausgelöste Flutwelle zerstörte zunächst die Siedlung Sewero Kulilsk auf den Kurilen vollständig und jagte dann über den gesamten Pazifik bis nach Chile. Wegen des dünn besiedelten Gebiets waren nur 2.000 Todesopfen zu beklagen.

31.06.1906

Ecuador

8,8

Das Seebeben vor der Küste Ecuador forderte “nur” 1.000 Todesopfer.

28.03.2005

Nord-Sumatra

8,7

Die gefürchtete Flutwelle blieb diesmal aus. Dennoch
2.000 Todesopfer.

04.02.1965

Rat Island, Alaska

8,7

Durch dieses Beben wurde eine knapp 11 Meter hohe Flutwelle ausgelöst, die die Shemya Islands überrollte.

15.08.1950

Assam, Indien

8,6

Allein durch das Erdbeben gab es schon 1.526 Tote. Später brach in Folge des Erdbebens ein Damm, was weitere 532 Todesopfer zur Folge hatte.

16.12.1920

Ningxia, China

8,6

Das Beben im chinesischen District Gansu forderte 200.000 Todesopfer.

Übersicht ber die letzten Beben

Datum

Uhrzeit

Breitengrad

Lngengrad

Strke

Ort

15.12.2017

05:20:23.0

6.83 N

73.19 W

3.4

Northern colombia

15.12.2017

03:24:22.2

45.68 N

26.61 E

3.5

Romania

15.12.2017

03:23:51.5

37.79 N

14.80 E

2.1

Sicily, italy

15.12.2017

03:16:43.3

36.26 N

27.96 E

2.0

Dodecanese is.-turkey border reg

15.12.2017

03:03:58.4

38.83 N

27.65 E

2.4

Western turkey

15.12.2017

02:46:21.9

30.73 N

57.27 E

3.5

Eastern iran

15.12.2017

02:42:26.4

35.20 N

139.99 E

4.5

Near s. coast of honshu, japan

15.12.2017

02:08:02.4

54.73 N

156.88 W

3.3

South of alaska

15.12.2017

01:12:30.0

9.40 N

84.61 W

3.4

Costa rica

15.12.2017

01:11:10.2

36.95 N

70.30 E

4.2

Hindu kush region, afghanistan

15.12.2017

00:58:42.4

36.42 N

14.54 E

2.3

Sicily, italy

15.12.2017

00:35:13.2

31.82 N

48.78 E

3.5

Western iran

15.12.2017

00:25:22.3

38.07 N

21.67 E

2.8

Greece

15.12.2017

00:21:48.8

19.45 N

155.23 W

2.3

Island of hawaii, hawaii

15.12.2017

00:18:45.1

40.82 N

26.31 E

2.0

Western turkey

14.12.2017

23:48:35.4

36.67 N

70.97 E

4.7

Hindu kush region, afghanistan

14.12.2017

23:40:33.9

7.45 S

156.21 E

4.9

Solomon islands

14.12.2017

23:21:56.7

36.01 N

119.73 W

2.6

Central california

14.12.2017

23:09:52.0

6.84 N

76.23 W

2.5

Northern colombia

14.12.2017

22:52:35.8

34.70 N

23.72 E

2.5

Crete, greece

14.12.2017

22:11:48.2

37.60 N

118.82 W

2.4

Long valley area, california

14.12.2017

22:02:21.9

31.88 N

48.76 E

3.7

Western iran

14.12.2017

21:59:09.0

38.75 N

40.01 E

2.5

Eastern turkey

14.12.2017

21:53:54.6

31.88 N

48.76 E

3.7

Western iran

14.12.2017

21:33:54.2

34.43 N

118.60 W

2.0

Greater los angeles area, calif.

14.12.2017

20:36:46.1

21.13 S

169.58 E

5.5

Southeast of loyalty islands

14.12.2017

20:09:42.2

18.56 S

69.52 W

4.1

Tarapaca, chile

14.12.2017

19:25:43.5

44.46 N

142.34 E

4.0

Hokkaido, japan region

14.12.2017

19:23:28.5

39.90 N

41.99 E

2.1

Eastern turkey

14.12.2017

19:15:42.0

3.61 N

74.44 W

3.2

Colombia

14.12.2017

18:54:27.5

35.16 N

102.00 E

5.3

Gansu-qinghai border reg, china

14.12.2017

18:41:46.9

43.74 N

121.21 W

2.1

Newberry caldera area, oregon

14.12.2017

18:10:32.6

19.83 S

70.28 W

5.0

Offshore tarapaca, chile

14.12.2017

18:06:47.8

17.13 S

173.98 W

4.6

Tonga

14.12.2017

18:05:03.3

57.55 N

155.49 W

3.2

Alaska peninsula

14.12.2017

18:01:35.6

59.55 N

152.93 W

2.8

Southern alaska

14.12.2017

17:47:49.9

46.90 N

112.52 W

2.6

Western montana

14.12.2017

17:26:07.0

15.02 N

94.43 W

4.3

Off coast of chiapas, mexico

14.12.2017

17:20:01.3

36.43 N

26.27 E

2.9

Dodecanese islands, greece

14.12.2017

17:10:17.6

59.04 N

153.06 W

2.5

Southern alaska

14.12.2017

17:07:12.6

40.53 N

22.53 E

3.1

Greece

14.12.2017

16:37:53.5

37.29 N

37.12 E

2.0

Central turkey

14.12.2017

16:35:39.2

37.21 N

97.80 W

2.9

Kansas

14.12.2017

16:32:03.6

40.04 N

24.60 E

2.2

Aegean sea

14.12.2017

16:29:22.1

37.20 N

97.81 W

2.9

Kansas

14.12.2017

15:04:46.9

35.99 N

120.89 W

2.2

Central california

14.12.2017

14:36:27.8

54.36 N

159.51 W

4.0

South of alaska

14.12.2017

14:28:01.3

34.01 N

118.73 W

2.3

Santa monica bay, california

14.12.2017

13:05:34.0

9.57 N

73.79 W

2.5

Northern colombia

14.12.2017

13:02:35.0

18.07 N

101.84 W

3.9

Guerrero, mexico

 

bebenkarte

 

Erdbebenskala nach Richter und Mercalli

Stärke nach
Richter

Stärke nach
Mercalli

Wirkung

Energie in Tonnen TNT

Anzahl Beben pro Jahr

0 bis 1,9

I

nur durch Instrumente registrierbar

0,001 - 0,7

große Zahl

2 bis 2,9

II

ur von sehr wenigen, ruhenden Menschen spürbar; freihängende Pendel schwingen leicht

1 - 22

300.000

3 bis 3,9

III

nur von wenigen Menschen wahrgenommene Schwingungen; Erschütterung vergleichbar einem vorbeifahrenden Lastwagen; leises Flirren aneinanderstehender Gläser

30 - 700

49.000

4 bis 4,9

IV zu V

wird von den meisten Menschen bemerkt; freies Pendel schwingt deutlich; Gläser und Teller klappern, Fensterläden schwingen; geringste Schäden.

(1–22) x 103
(Kleine Kernwaffe)

6.200

5 bis 5,9

VI

von allen Menschen mit Schrecken wahrgenommen; viele Menschen verlassen ihre Häuser; Schornsteine können einstürzen; Möbel bewegen sich; einzelne Risse im Putz; es besteht die Gefahr von Verletzungen

(30–700) x 103
(mittlere Kernwaffe)

800

6 bis 6,9

VII bis IX

wird von allen betroffenen Menschen mit großem Schrecken erlebt; teilweise Panik möglich; einzelne Schocks treten auf; Menschen verlassen rasch ihre Häuser; Gebäude können erhebliche Beschädigungen erleiden; es kann zu Einstürzen kommen; es gibt oft Verletzte; es besteht Gefahr für Leib und Leben; an Küsten Flutwellen möglich.

(1–22) x 106
(große Kernwaffe)

120

7 bis 7,9

X bis XI

weitverbreitete Panik; Menschen versuchen in Panik ins Freie zu kommen; akute Lebensgefahr in Gebäuden; nur wenige Gebäude bleiben stehen; Spalten im Boden reißen auf; es gibt Tote und Verletzte; Wasser- und Gasleitungen brechen in großen Mengen; teilweise katastrophale Auswirkungen; an Küsten vernichtende Flutwellen möglich.

(30–700) x 106 (Einschlag eines Meteoriten von 100–200 m Durchmesser)

18

8 bis 8,9

XII

Verwüstung; alle Gebäude unbewohnbar; akute Lebensgefahr innerhalb und außerhalb von Gebäuden; flächendeckende Zerstörungen; an Küsten katastrophale, bis zu 40 Meter hohe Flutwellen möglich.

(1–22) x 109 (Einschlag eines Meteoriten mit 250–700 m Durchmesser)

alle 5 Jahre ein Beben

9,0 und darüber

 

Große Katastrophe; Zerstörungen wie zuvor und zusätzlich: lokale Erdschollen verschieben sich; Stellenweise "völlige Vernichtung des Lebens". Eventuell große Verschiebungen der Kontinentalplatten. "Verschwinden, Erscheinen oder Verschieben" von Landesteilen / Inseln. Eventuell Verschiebung in der Erdnutation. Eventuell Geschwindigkeitsveränderung der Erdrotation. Eventuell Bildung neuer Subduktionszonen.

 

unbekannt; 10er bis 100er Jahre Zyklen vermutet

 

 

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