Trinken Sie noch Kaffee?

Bislang waren die Großindustrie und die Autofahrer im Allgemeinen die Klimasünder Nummer 1. Für die Großen gab es den Emissionhandel und der kleine Autofahrer kann sich mit dem Umweltplakette frei kaufen. Der Öko-Institut e.V. und Forscher des Klimainstituts Potsdam haben nun den Treibhausgasaustoß von 15 alltäglichen Produkten wie bspw. Shampoo, Kaffee und Toilettenpapier untersucht. Untersucht wurde der genaue Austoß von Treibhausgasen für die jeweiligen Produkte von der Rohstoffgewinnung über den Verbrauch bis hin zur Entsorgung.

So liegt der CO2 Ausstoß einer Tasse Kaffee zwischen 59 und 100 Gramm. Das ist für solch ein Projekt, das sicherlich hunderttausende gekostet hat sehr genau. Und diese 59 bis 100 Gramm CO2 resultieren auch nicht etwa aus dem rd. 9000 km langen Transportweg von den Anbaugebieten in unsere Supermärkte, sondern resultieren vor allem aus dem Anbau samt Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Danach fällt die Zubereitung des Kaffeetrinkers ins Gewicht.

Was bezweckt man mit solchen Untersuchungen? Zunächst könnte man sich eine Art neues Öko-Siegel vorstellen; ähnlich dem Energiesiegel für Elektogeräte oder dem EU-Energiepaß für Gebäude. Warum so umständlich? Führt doch direkt eine zusätzliche Steuer für Kaffeetrinker ein.